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Kategorie: Soziales11. November 2019

40 Jahre Schuldnerhilfe

Haushaltsverschuldung gab es schon immer, jedoch kam es in den vergangenen Jahrzehnten zu einer großen Verschiebung. Wurden früher Schulden vor allem zur Finanzierung von langfristigen Investitionen wie Wohnraumschaffung aufgenommen, haben Wirtschaft und Geldgeber heute vor allem die Konsument/innen im Visier, die sich mit vermeintlich günstigen Fremdfinanzierungsangeboten auch ihre kleineren Träume und Wünsche realisieren können und sollen.

Dies ist vor allem vor dem Hintergrund stark steigender Lebenshaltungskosten bei gering steigenden Reallöhnen problematisch. Die Wünsche und Verlockungen werden mehr, die Möglichkeiten, diese mit bereits vorhandenen Geldmitteln zu erfüllen, werden für breite Bevölkerungsgruppen aber immer kleiner.

Schuldenfalle Weihnachtszeit

Alle Jahre wieder lässt das Weihnachtsgeschäft die Kassen im Einzelhandel klingeln. Die Verlockungen sind vielfältig und die Angebote verführerisch. Kontoüberziehungen, Kreditkarte oder 36 Monatsraten ab 300 Euro machen teure Geschenke auf den ersten Blick leichter leistbar. Ist das Haushaltsbudget ohnehin schon knapp, kann Weihnachten den völligen Finanzkollaps bedeuten.

Besonders die Fremdfinanzierungsmöglichkeiten verleiten hier schnell zu überhöhten Ausgaben, da diese beim aktuell niedrigen Zinsniveau besonders verlockend sind. Doch betrachtet man die konkreten Belastungen genauer, dann stellt sich schnell heraus, dass Kontoüberziehung und Konsumkredit alles andere als billig sind. Die Gefahr ist groß in eine gnadenlose Kosten-Zinsen-Spirale zu geraten.

Zahlreiche Finanzbildungsangebote

Die hohe Anzahl an Klientinnen und Klienten zeigt, wie wichtig die Angebote der Schuldnerhilfe sind. Projekte im Bereich der Finanzbildung verhindern, dass Menschen überhaupt in eine Schuldenkrise geraten. Ein besonderes Erfolgsmodell ist der OÖ Finanzführerschein. Mittlerweile nehmen jährlich 3.300 Jugendliche an diesem kostenlosen Bildungsangebot teil, im Februar 2020 wird der 30.000ste OÖ Finanzführerschein überreicht werden. Auch andere Bundesländern haben diese Idee bereits übernommen.